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Ertragssteuerrecht / Strategieberatung / Steuerplanung

Das Gebiet Ertragsteuerrecht umfasst die Steuerarten

  • Einkommensteuer (natürliche Personen)
  • Körperschaftsteuer (Körperschaften, Personenvereinigungen, Vermögens-massen)
  • Gewerbesteuer (Steuergegenstand = Gewerbebetrieb)

Bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Lohn bzw. Gehalt erhoben, bei privaten Kapitalerträgen durch die Abgeltungssteuer. Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe zur Einkommen- bzw. Körperschaftsteuer.

Ertragsteuern werden auf einen Vermögenszuwachs, also Zufluss in Geld oder geldwerten Gütern, für eine bestimmte Periode (Besteuerungszeitraum, üblicherweise 1 Jahr) erhoben. Bemessungsgrundlage für die Ertragsteuern bildet das zu versteuernde Einkommen.

Strategische Ansätze für eine optimale Steuerplanung bezogen auf die jeweilige Situation des Mandanten können vor allem sein

  • die Wahl der Rechtsform für den jeweiligen unternehmerischen Zweck und
  • die Verkleinerung der Bemessungsgrundlage für die Ertragsteuern einschließlich der damit indirekt zusammenhängenden Verschiebung von Einnahmen und Ausgaben bzw. Einzahlungen und Auszahlungen in andere Veranlagungszeiträume.

Eines der wesentlichsten Beratungsfelder im Bereich Gründung oder Umwandlung eines Unternehmens bildet die Frage der Rechtsformwahl.

Zunächst sind hier – der Steuerplanung vorgelagert – unter anderem zivil-, haftungs- und gesellschaftsrechtliche Aspekte in Zusammenhang mit Fragen der Finanzierung zu berücksichtigen.

Stehen nach diesem Entscheidungsprozess bestimmte Rechtsformen zur engeren Auswahl, werden die ertragsteuerlichen Determinanten je Rechtsform gegenübergestellt und zwar gegliedert in die Ebene des Unternehmens und die Ebene der Anteilseigner (bei Gesellschaften).

So sind beispielsweise bei Personengesellschaften nicht die Personengesellschaft als solche, sondern die Gesellschafter als natürliche Personen mit ihrem jeweiligen Anteil an der Gesellschaft einkommensteuerpflichtig, während bei Kapitalgesellschaften die Gesellschaft als solche der Körperschaftsteuer unterliegt und Kapitalerträge von Gesellschaftern bzw. Anteilseignern im Privatvermögen der Abgeltungssteuer unterliegen. Darüber hinaus sind Kapitalgesellschaften kraft Rechtsform gewerbesteuerpflichtig.

Neben der Rechtsformwahl bietet die Frage der Verkleinerung der Bemessungsgrundlage für die Ertragsteuern eines der wesentlichen Betätigungsfelder für den steuerlichen Berater.

Hier kommen insbesondere Gestaltungsmöglichkeiten wie

  • Sonderabschreibungen (zusätzlich zur Normalabschreibung) und erhöhte Absetzungen (an Stelle der regulären Abschreibung) wie bspw.
    • Sonderabschreibungen zur Förderung kleiner und mittlerer Betriebe
    • Erhöhte Absetzungen für Herstellungskosten für Baumaßnahmen bei Baudenkmalen und für Modernisierungs- und Instandsetzungs-maßnahmen bei in förmlich festgelegten Sanierungsgebieten oder städtebaulichen Entwicklungsbereichen belegenen Gebäuden
    • Absetzungen für außergewöhnliche Abnutzung
  • Nutzung von Investitionsabzugsbeträgen für neue und gebrauchte bewegliche Wirtschaftsgüter (früher Ansparrücklage) sowie von Reinvestitionsrücklagen
  • Bildung von Organschaften (Konzerne, Voraussetzung finanzielle Eingliederung und mindestens auf 5 Jahre abgeschlossener und tatsächlich auch durchgeführter Ergebnisabführungsvertrag)

in Betracht.

Durch Sachverhaltsgestaltungen vor dem Abschlussstichtag wie bspw. terminliche Verlegung von Beschaffungsvorgängen, Leasing oder Sale-and-lease-back – Konstruktionen lässt sich das steuerliche Ergebnis ebenfalls beeinflussen.

Ein wesentliches Beratungsfeld bildet darüber hinaus die Steuerzahlungsprognose, der hinsichtlich der Liquiditätssteuerung unserer Mandanten eine große Rolle zukommt.

Beispiel – Sachverhalt:

Ein Freiberufler, bspw. Arzt, gründet eine eigene Praxis oder übernimmt von einem in den Ruhestand gehenden Kollegen dessen Praxis bzw. Praxisanteil. Die Umsätze zu Beginn der Tätigkeit sind vergleichsweise gering, das Finanzamt erhebt keine oder geringe Einkommensteuervorauszahlungen.

Idealerweise tritt nach einer gewissen Zeit, in der die Praxis eingeführt wurde und sich am Markt behauptet, ein Umsatzsprung ein, der zunächst keine Auswirkungen auf die Einkommensteuervorauszahlungen hat, da sich diese nach dem zu versteuernden Einkommen des letzten Veranlagungszeitraumes richten, jedoch aber in der endgültigen Veranlagung Einkommensteuernachzahlungen in erheblicher Höhe nach sich ziehen kann.

Hier geben wir unseren Mandanten Hinweise, in welcher Größenordnung künftige Steuerzahlungen auf den Steuerpflichtigen zukommen, damit entsprechend Vorsorge hinsichtlich der Liquiditätssicherung getroffen werden kann.

Gern stehen wir Ihnen in allen steuerrechtlichen Fragen rund um die Ertragsteuern zur Verfügung. Das Gebiet ist außerordentlich komplex und vielschichtig, so dass vorstehend nur ein kleiner Überblick zu möglichen Steueroptimierungen gegeben werden kann. Bitte sprechen Sie uns an, damit wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Vorstellungen steueroptimal umsetzen können.

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