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Die Kunst ist, Dinge auch mal anders zu sehen.
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Jahresabschluss aus Erfurt

Für die Erstellung des Jahresabschlusses ist umfangreiches Wissen zu den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Vorschriften erforderlich. Die steuerverschärfende Rechtslage macht diese Aufgabe zusätzlich komplexer. Unser Team steht Ihnen gerne mit umfassendem Know-how zur Verfügung.

Unser Know-how, Ihr Vorteil

Die Pflicht zur jährlichen Erstellung einer Bilanz und einer Gewinn- und Verlustrechnung (Jahresabschluss) sowie gegebenenfalls eines Anhangs ergibt sich für den Kaufmann aus dem deutschen Handelsgesetzbuch.

Der Jahresabschluss ist nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung aufzustellen (GoB) und für Kapitalgesellschaften um einen Anhang und ab einer bestimmten Größe um einen Lagebericht zu ergänzen.

Für steuerliche Zwecke verweist die Abgabenordnung hinsichtlich der Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten ebenfalls auf das Handelsgesetzbuch.

Der Jahresabschluss muss klar und übersichtlich sein. Dies schließt die Einhaltung der gesetzlichen Gliederungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, insbesondere der für Kapitalgesellschaften, ein.

Wesentlich ist, ob die Bilanzierungsfähigkeit von Vermögensgegenständen und Schulden gegeben ist, also die Frage, ob ein Vermögensgegenstand überhaupt aktiviert und eine Schuld überhaupt passiviert werden muss bzw. kann; hier gilt nicht nur das Zivilrecht, sondern regelmäßig eine Beurteilung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

So setzt bspw. die abstrakte Aktivierungsfähigkeit eines Vermögensgegenstandes dessen selbständige Veräußerbarkeit (Verkehrsfähigkeit) und selbständige Bewertbarkeit voraus. Darüber hinaus ist die Verfügungsgewalt, also das wirtschaftliche Eigentum maßgebend – So muss zum Beispiel bei Sicherungsübereignung oder Leasing im Einzelnen geprüft werden, wem der Vermögensgegenstand wirtschaftlich zuzurechnen ist.

Darüber hinaus sind für die Bewertung Grundsätze wie Unternehmensfortführung (z.B. kein Ansatz von Zerschlagungswerten), Vorsichtsprinzip (z.B. Bewertung höchstens zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, kein vorzeitiger Gewinnausweis) und Bewertungsstetigkeit, also kein willkürlicher Wechsel von bestimmten, in ihrem Ablauf definierte Verfahren der Wertfindung zu beachten.

Die Einhaltung der vorgenannten Grundsätze und gesetzlichen Verpflichtungen erfordert ein Höchstmaß an fachlicher Kenntnis und Erfahrung, um möglichen Sanktionen oder unvorteilhaften wirtschaftlichen Entwicklungen aufgrund von Nichtbeachtung von Vorschriften oder nicht optimaler Ausnutzung von Bewertungsspielräumen oder Ansatzwahlrechten vorzubeugen.

Wir unterstützen unsere Mandanten bei der fachgerechten Erstellung von Jahresabschlüssen.

Grundlage unserer Arbeit bildet hier der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. verabschiedete Standard zur Erstellung von Jahresabschlüssen durch Wirtschaftsprüfer. Entsprechend dieses Standards bieten wir die Abschlusserstellung als

  • Erstellung ohne Beurteilungen (grundsätzlich keine Beurteilung der vorgelegten Unterlagen auf Ordnungsmäßigkeit oder Plausibilität, offensichtliche Unrichtigkeiten ausgenommen)
  • Erstellung mit Plausibilitätsbeurteilungen (Prüfung vorgelegter Unterlagen auf Plausibilität, Durchführung von Befragungen und analytischen Beurteilungen)
  • Erstellung mit umfassenden Beurteilungen (Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung sowie Angemessenheit und Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems)

an.

Die umfassenden Beurteilungen der letztgenannten Art der Abschlusserstellung sind nach Art und Umfang wie bei einer gesetzlichen Abschlussprüfung vorzunehmen, so dass hier ein qualitativ sehr hochwertiger Abschluss einschließlich Erstellungsbericht vorliegt. Zunehmend werden von den Kreditinstituten Jahresabschlüsse mit Plausibilitätsbeurteilungen und darüber hinausgehende Beurteilungen der Ordnungsmäßigkeit von Belegen, Geschäftsbüchern und Bestandsnachweise verlangt.

Mit Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) 2009 und des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz (BilRUG) 2015 wurde die umfangreichste Reform des Handelsbilanzrechts seit 1985 abgeschlossen.

Im Kern handelt es sich beim BilMoG um weitgehende Streichungen von Ansatz-, Ausweis- und Bewertungswahlrechten sowie um eine moderate Annäherung des deutschen Handelsrechtes an internationale Rechnungslegungsvorschriften. Nebenbei wurde auch der Zusammenhang zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz aufgehoben Die Überleitung von der Handels- zur Steuerbilanz muss mindestens durch eine detaillierte Überleitungsrechnung gewährleistet werden. Je nach Komplexität kann es aber sinnvoll sein, stattdessen zusätzliche steuerliche Jahresabschlüsse zu erstellen.

Hervorzuheben sind der Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (Entwicklungskosten), der Wegfall der Aufwandsrückstellungen, die Abzinsung von Rückstellungen bei Laufzeiten von mehr als einem Jahr, der Wegfall der Abschreibungen auf Wertschwankungen im Umlaufvermögen, der Einbezug bestimmter Gemeinkosten als Pflichtbestandteile in die handelsrechtlichen Herstellungskosten, die Aktivierung von latenten Steuern bei steuerlichen Verlustvorträgen, die Bildung von Bewertungseinheiten von Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen sowie die Angabe von Ausschüttungssperren.

Seit Inkrafttreten des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) 2015 hat sich u.a. die Definition der Umsatzerlöse geändert. Die Differenzierung nach Erlösen aus dem typischen Leistungsangebot und Erträgen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfällt. Auch außerordentliche Erträge und Aufwendungen werden nicht mehr gesondert ausgewiesen. Dies hat nicht zuletzt Auswirkungen auf die Vorjahresvergleiche (z.B. Erleuterungen von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag) oder haben sich inhaltlich geändert und werden konkreter gefasst..

Der handelsrechtliche Jahresabschluss soll in erster Linie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens im Rahmen der Publizitätspflichten gegenüber Gesellschaftern Gläubigern und der so genannten interessierten Öffentlichkeit Auskunft geben. Der steuerliche Jahresabschluss hingegen dient allein der gerechten Besteuerung im Rahmen eines Vermögensausgleiches. Durch die Aufgabe der Einheitsbilanz rückt die Frage nach der Optimierung dieser unterschiedlichen Zielstellungen mehr denn je in den Vordergrund. Bitte sprechen Sie uns an, damit Sie die vorhandenen Spielräume bei der Erstellung Ihrer Jahresabschlüsse effektiv erkennen und umsetzen können.

Neben der Erstellung von Jahresabschlüssen reichen wir die offenlegungspflichtigen Jahresabschlüsse unserer Mandanten auch beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers ein und beachten hierbei sowohl die entsprechenden Einreichungsfristen als auch die Erleichterungsvorschriften je nach Größenklasse des Unternehmens.

 

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