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Die Kunst ist, Dinge auch mal anders zu sehen.
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Unternehmensbewertung aus Erfurt

Die Bewertung von Unternehmen oder Unternehmensteilen ist eine sehr komplexe Aufgabe. Das Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. hat hierzu einen fachlichen IDW Standard veröffentlicht, der für Wirtschaftsprüfer grundsätzlich maßgebend ist, sofern diese Unternehmensbewertungen durchführen; die Unternehmensbewertung zählt somit zu den Kernaufgaben für Wirtschaftsprüfer.

Die Komplexität der Bewertungsaufgabe liegt zum einen darin begründet, dass zukünftige Entwicklungen sowohl des Unternehmens wie auch der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen allgemein abgeschätzt werden und hierzu Prognoserechnungen unter verschiedenen Annahmen erstellt werden müssen; hier sind vor allem die Erfahrung und Branchenkenntnis des Bewerters ausschlaggebend. Zum anderen sind umfangreiche Kenntnisse vor allem im Zivil-, Gesellschafts- und Steuerrecht, ggfs. auch international, erforderlich, um in den Planungsrechnungen zur künftigen Unternehmensentwicklung wirtschaftliche und rechtliche Sachverhalte entsprechend abbilden zu können.

Die Anlässe für eine Unternehmensbewertung sind mannigfaltig:

  • Unternehmerische Initiativen (Kauf oder Verkauf von ganzen oder Teilen von Unternehmen, Unternehmenszusammenschlüsse, Zuführung von Eigen- oder Fremdkapital, Sacheinlagen, Börsengänge, wertorientierte Managementkonzepte)
  • Externe Rechnungslegung und steuerliche Zwecke
  • Bewertungen aufgrund gesellschaftsrechtlicher oder vertraglicher Regelungen

Der Wert eines Unternehmens bestimmt sich – ausschließlich finanzielle Ziele vorausgesetzt, d.h. ohne Betrachtung von bspw. nicht gewinnorientiert wirtschaftenden Betrieben der öffentlichen Hand – durch den Barwert der Nettozuflüsse aus dem Unternehmen an die Anteilseigner bzw. Gesellschafter.

Der Barwert wiederum ist ein finanzmathematisch ermittelter Wert, der die in künftigen Jahren den Eigentümern des Unternehmens zufließenden Gelder unter Berücksichtigung von Zinseszinseffekten auf den Bewertungsstichtag heute abzinst (Beispiel: erhält man den Betrag von EUR 100 genau in einem Jahr ausgezahlt, so beträgt der Wert dieser Zahlung heute bei einem Zinssatz von 10 v.H. EUR 90,91).

Der für die Abzinsung der künftig aus dem Unternehmen den Eigentümern zufließenden Gelder verwendete Zinssatz soll hierbei der Rendite einer vergleichbaren adäquaten Alternativanlage entsprechen, sofern ein objektivierter Unternehmenswert ermittelt werden soll.

Für die Ermittlung dieser Rendite stehen verschiedene theoretische und auch Praktikermodelle zur Verfügung. Die Schwierigkeit der Ermittlung der „richtigen“ Alternativrendite und damit die Ableitung des Abzinsungssatzes für das zu bewertende Unternehmen besteht vor allem darin, dass

  1. öffentlich zugängliche Renditen, also insbesondere auch Risikozuschläge für bestimmte Unternehmen, nur für börsengehandelte Unternehmenspapiere zur Verfügung stehen – für mittelständische nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen ist so eine Vergleichbarkeit nur bedingt gegeben (Besonderheiten des Mittelstandes u.a. Eigen- und nicht Fremdgeschäftsführung, häufig starke Fokussierung auf Kerngeschäft und wenig Diversifikation, andere Kapitalstruktur) und darüber hinaus
  2. das zu bewertende Unternehmen einmalig in seinem Aufbau und seiner Struktur ist und insoweit immer nur eine Annäherung an eine sogenannte Peer Group erfolgen kann.

Für die Ermittlung eines subjektiven Entscheidungswertes, also eines „Investorenwertes“, gelten obige Ausführungen nicht. Hier richtet sich der Zinssatz für die Abzinsung der künftig zufließenden Gelder nach den jeweiligen Verhältnissen des Investors, also einer individuellen Renditeerwartung in eine Alternativanlage oder einer subjektiven Risikoeinschätzung.

Eine Unternehmenstransaktion kann als Share Deal oder als Asset Deal ausgestaltet sein.

Gegenstand eines Share Deals ist die gesellschaftsrechtliche Beteiligung als solche, während beim Asset Deal einzelne Vermögensgegenstände ggfs. unter Anrechnung von Schulden übertragen werden. In beiden Fällen ist eine Unternehmensbewertung grundsätzlich angezeigt, da ein die Zeitwerte der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden (Substanzwert) übersteigender Kaufpreis und damit Unternehmenswert beim Erwerber in dessen Rechnungslegung zu einem Firmenwert oder sogenannten Goodwill führt.

Den von uns in der Vergangenheit bereits durchgeführten Unternehmensbewertungen lag das Ertragswertverfahren, also die Diskontierung künftiger finanzieller Überschüsse, die aus den Jahresergebnissen abgeleitet werden, zugrunde.

Der Vorteil dieses überwiegend in Deutschland angewandten Verfahrens liegt in der Möglichkeit der unmittelbaren Ableitung von Planungsrechnungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung je nach Umsatz- oder Gesamtkostenverfahren.

Die international üblichen Dicounted Cash Flow – Verfahren (DCF-Verfahren) zinsen erwartete Zahlungen an die (Eigen-)Kapitalgeber ab. Maßgebend für diese Verfahren ist jeweils die Berücksichtigung der Kapitalstruktur des zu bewertenden Unternehmens und somit unterschiedlich definierte Free Cash Flows, die wiederum aus den Jahresergebnissen des Unternehmens indirekt abgeleitet werden können.

Im Vorfeld einer Unternehmenstransaktion wird üblicherweise eine Due Diligence durchgeführt. Die Due Diligence ist eine Sorgfältigkeitsprüfung und entstammt ihrem Wortsinne nach ursprünglich der Prüfung des US-Börsenzulassungsprospektes zum Schutz der Anleger.

Ziel einer Due Diligence ist immer die Informationsbeschaffung als Entscheidungsgrundlage für die an der Transaktion Beteiligten und beinhaltet einerseits die Bestandsaufnahme, Analyse und Bewertung der Ist-Situation und zum anderen die zukunftsorientierten Planunterlagen des Unternehmens.

Auszug aus der Checkliste Financial Due Diligence:

  • Bestandsaufnahme der Organisation des Rechnungswesens (Software, Prozessabläufe, Nebenbuchhaltungen)
  • Ausübung Ansatz- und Bewertungswahlrechte in Vergangenheit, Bewertungsstetigkeit in Planungsrechnung (Zeitwerte, nicht bilanzierte Vermögensgegenstände, Haftungsverhältnisse)
  • Altersstruktur Forderungen Lieferungen und Leistungen (Liquiditätsmanagement, Kundensolvenz), Anlagevermögen (Investitionsstau), Vorräte (Ladenhüter), Rückstellungen

Auch für die Durchführung einer Due Diligence stehen wir unseren Mandanten gern zur Verfügung.

Nutzen Sie unser Know-how und profitieren Sie von unserer Unternehmensbewertung. Vereinbaren Sie ganz einfach einen Termin über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches Erstgespräch an unserem Standort in Erfurt!

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